Projekt der Klassen Hep 1 und HEP 2 im Fach Religion

21. Juni 2023

Die Psalmen mit ihren 3000 Jahren – hoffnungslos veraltet? Weit gefehlt: Schüler*innen der Klassen HEP 1 und HEP 2 haben das Gegenteil bewiesen. In einem Projekt haben sie sich mit einem Psalm ihrer Wahl inhaltlich auseinandergesetzt, die Bildsprache der alten Texte auf heute übertragen und das Ganze kreativ gestaltet. Ergebnis: Eine wahrlich bunte Vielfalt an Impulsen, die Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, Menschen mit und ohne Beeinträchtigung in unserer krisengeschüttelten Zeit durchaus Wegbegleiter sein können.

 

Einige ausgewählte Psalmen beziehen sich auf die Vielfalt der Schöpfung, die den Menschen gegeben ist, sie aber auch herausfordert: Wie gehen wir mit der Schöpfung um? Wie können wir ihre Vielfalt erhalten? Wie können wir den Schöpfungsauftrag heute verantwortlich gestalten? Sind Umweltzerstörung und Klimawandel noch einzudämmen?

Andere ausgewählte Psalmen kreisen um menschliche Erfahrungen zwischen Angst und Hoffnung, Zweifel und Vertrauen, Leid und Freud. Der Wunsch nach Schutz und Geborgenheit ist ein immer gegenwärtiges Grundbedürfnis der Menschen. Das war vor 3000 Jahren nicht anders als heute. Dieses Bedürfnis drücken die Beter z.B. aus mit dem Bild vom guten Hirten, der weiß, welchen Gefahren und Bedrohungen das menschliche Leben ausgesetzt ist. – Mal wird aber auch der Zweifel an Gott betend zum Ausdruck gebracht, wenn Einsamkeit und Verlassenheit niederdrücken.

Dass das Leben eben nicht eindeutig, klar und immer glatt verläuft, ist der realistische Blick der alten Texte. Ein Realismus, der mit beiden Beinen auf dem Boden steht und vor Illusionen bewahrt. Aber bei allem Realismus bietet das Leben eben auch diese bunte Vielfalt, die hoffen und vertrauen lässt – auf Gott, aber auch auf unser Miteinander und den guten Willen, unsere Erde und das Leben auf ihr positiv mitzugestalten. – Dass kreative Ideen da nicht fehlen, haben die HEPs eindrücklich unter Beweis gestellt. – „Es ist, als würden die Psalmen uns heute an die Zukunft erinnern.“